Einige straßenseitige Ansichten des (zweiten) Empfangsgebäudes zwischen 1890 und 1955.
Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe
Foto: Slg. Janke
Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe
Foto: Slg. Janke
Foto: Slg. Janke
Foto: Slg. Janke
Foto: Slg. Ott
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Fast die gesamten Bahnhofsanlagen zeigt rund 20 Jahre später diese Luftbildausnahme:
bemerkenswert die Ausmaße der Ortsgüteranlagen links unten, insbesondere angesichts der Tatsache,
daß rund 40 Jahre später nichts mehr auf sie hindeutet. |
Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe
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Ob der erste Bahnhof vor dem Delftor bereits über eine Bahnhofsgastronomie verfügte, ist nicht
bekannt. Spätestens in dem im Jahre 1878 fertiggestellten Bahnhofsneubau war jedoch eine solche vorhanden.
In allen mittleren und größeren Bahnhöfen waren ab den 70´er Jahren des 19. Jahrhunderts waren rund 100 Jahre Bahnhofsgaststätten
vorhanden. Diese dienten während der Wartezeiten bis zur Abfahrt der Züge, auf Umsteigebahnhöfen aber auch während des oftmals
längeren Aufenthaltes, den Reisenden zur Einnahme von Speisen und Getränken. Sie waren - ebenso wie die Wagenklassen –
in „Wartesäle I., II. und III. Klasse“, je nachdem mit entsprechend luxuriösem oder einfachem Interieur, eingeteilt.
Erst ab Ende der 70´er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden die inzwischen aus der Mode gekommenen und zunehmend verstaubt
wirkenden Bahnhofsgaststätten je nach Lage und Räumlichkeit in andere Gastronomieformen umgestaltet. In Itzehoe entstand so
um 1987 die „Gockelerie“ (Pächter Behrens). Das Foto oben zeigt Pächter Otto Steffens mit Familie und Personal der im Jahre
1919 noch relativ „neue“ Bahnhofsgaststätte, hier hinter dem Tresen im Wartesaal III. Klasse . |
Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe
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Zu den beschriebenen Bahnhofsgaststätten gehörten zumeist Getränkestände und Kioske auf
den Bahnsteigen und/oder auch in der Bahnhofshalle, welche nicht selten den Umsatz der eigentlichen Gaststätte deutlich
überstiegen und den Betrieb so am Leben hielten.
In Itzehoe betrieb der Pächter in den 50´er Jahren mobile Verkaufsstände, die vom Personal während des Aufenthaltes der Reisezüge
an diesen unter entsprechenden Ausrufen und Anpreisungen an den haltenden Reisezügen entlanggeschoben wurden. Das Warenangebot,
mit dem sich die Reisenden über das Zugfenster versorgen konnten, reichte von Süß- und Tabakwaren über Zeitschriften bis zu Obst
und Speiseeis.
Das vorstehende Bild zeigt den Kiosk auf dem Hausbahnsteig nördlich des Bahnhofsgebäudes vor 1911; danach diente der Hausbahnsteig
nicht mehr dem Personenverkehr. |
Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe
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Aus dem früheren Wartesaal III. Klasse ist - hier etwa um 1955 - analog zur
Reduzierung der Wagenklassen auf nunmehr nur noch die 1. Und die 2. Klasse inzwischen der Wartesaal 2. Klasse geworden.
Es handelte sich hier um den gleisseitigen Gastraum der Bahnhofsgaststätte.
Pächter war zu dieser Zeit ein Justus Lafrenz, ihm folgte später B. Legband.
Die Aufsicht über die „Nebenbetriebe", wie die zur Versorgung der Reisenden dienenden Pachtbetriebe in der Verwaltungssprache
der Deutschen Reichs- und späteren Bundesbahn hießen, hatte übrigens der Vorsteher des Bahnhofs, welche sich mancherorts auf
den regelmäßigen Genuß eines Glases Freibier nach Dienstschluß beschränkte. |
Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe
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Eine vielfache Nutzung hatte der „Lange Jammer“, wie das an der südlichen Bahnhofstraße
gelegene Gebäude im innerdienstlichen Bahndeutsch auch hieß, am Ende seiner über hundertjährigen Geschichte hinter sich:
Ebenso wie das Empfangsgebäude im Jahre 1878 fertiggestellt, diente es bis zur Inbetriebnahme der „neuen“ Güterabfertigung am
Leuenkamp im Jahre 1914 in erster Linie als Güterabfertigung; zeitgleich beherbergte es aber auch die Büros der Bahnmeisterei.
Nach Verlagerung von Güterabfertigung und Bahnmeisterei auf die Westseite wurden eine Vielzahl von Übernachtungsräumen für
wendende Zugbegleit- und Lokpersonale sowie mehrere Dienstwohnungen (zuletzt U. Moritzen, M. Brandt) geschaffen. Zudem hatte
der Bahnpolizeiposten Itzehoe hier seine Diensträume.
Etwa im Jahre 1985 wurde das Gebäude abgebrochen; heute befindet sich hier die Kraftfahrzeugzulassungsstelle des Kreises
Steinburg. |
Foto Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe
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Etwa an der Stelle der heutigen Straßenunterführung "Konsul-Rühmann-Straße" befand sich
zuvor die Unterführung der südlichen "Zufuhrstraße" zum Leuenkamp, somit auch zur Güterabfertigung und zur Bahnmeisterei.
Unmittelbar südlich des Stellwerks "Is" unterquerte hier eine mit Großgranitpflaster befestigte Straße die fünf
Bahnhofsgleise.
Wegen der beidseitigen Steigungen und dem doch recht holperigen Pflaster dieser Zuwegung hatten die Pferde der bahnamtlichen
Rollfuhrunternehmer hier immer schon fast die Hälfte ihres Hafers verdient.
Die südliche "Zufuhrstraße" zweigte vor dem alten Güterschuppen, dem späteren Übernachtungsgebäude (siehe voriges Bild, Höhe
der Tankstelle) von der Bahnhofstraße ab, welche sich vor der Zuschüttung der Störschleife an der gleichen Stelle Richtung
Neustadt (Drehbrücke) wandte. |
Foto Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe