Zeitgenössische Darstellung des ersten Itzehoer Bahnhofs vor dem Delftor (um 1860).

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(Aushang-)Fahrplan aus dem Jahre 1861. Insgesamt begannen und endeten in Itzehoe vier Zugpaare.

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Bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein dienten einige Gebäude des alten Itzehoer Bahnhof im Alsen´schen Zementwerk noch als Lagerschuppen (links) und als Büro- und Sozialgebäude (rechts).

Fotos: Slg. Janke

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Der „neue“ Bahnhof Itzehoe um 1890, von der Gleisseite aus gesehen. Gleis 1 diente noch Bahnsteiggleis (Hausbahnsteig); in Gleis 2 wartet ein Personenzug mit Doppeltraktion aus die Ausfahrt Richtung Glückstadt.

Foto: Slg. Janke

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Eine ähnliche Szene wie auf dem vorherigen Bild, diesmal allerdings von Norden aus gesehen, wohl vor 1918. Im Hintergrund das Gebäude der (zweiten) Güterabfertigung. Der südliche Anbau (Erweiterung Bahnhofsgaststätte) sowie das „Beamtenwohnhaus“ (heute Adenauerallee 2) sind noch nicht erbaut.

Foto: Slg. Janke

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... kaum umfangreicher als im Jahre 1861 (siehe oben) stellte sich das Zugangebot Richtung Hamburg 1886 dar..

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Eine betriebliche und technische Herausforderung stellte im Zuge der Verlegung des Bahnhofs im Jahre 1878 auf die Nordseite der Stör, welche als „Reichswasserstraße“ bis Itzehoe für seegängige Schiffe schiffbar war, deren gleismäßige Überquerung dar. Diese erfolgte zunächst mittels einer eingleisigen Brücke, welche aus einem Drehelement und 2 starren Elementen bestand (Bild oben). Mit dem zweigleisigen Ausbau der Strecke wurde der bewegliche Teil durch 2 Klappelemente ersetzt. Übrigens hatte der Schiffsverkehr - zumindest offiziell - stets Vorfahrt vor dem Schienenverkehr.

Foto: Slg. Janke

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Einige straßenseitige Ansichten des (zweiten) Empfangsgebäudes zwischen 1890 und 1955.

Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

Foto: Slg. Janke

Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

Foto: Slg. Janke

Foto: Slg. Janke

Foto: Slg. Janke

Foto: Slg. Ott

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Grundriß des Erdgeschosses des Empfangsgebäudes aus dem Jahre 1953, fortgeschrieben durch das Hochbautechnische Büro der Bundesbahndirektion Hamburg. Der dargestellte Zustand bestand nach geringfügigen Änderungen im Bereich der Servicebetriebe (Entfall Süßwarenstand, Umwandlung des Zeitschriftenstandes in einen begehbaren Laden mit gemischtem Warensortiment unter Einbezug des Sonderzimmers der Bahnhofsgaststätte ca. 1980) im wesentlichen noch bis zum Umbau des Erdgeschosses im Jahre 1995 im Zusammenhang mit der Einrichtung des Reisezentrums - also über 50 Jahre - fort.

Plan: Slg. Bargfrede

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Eine Übersicht über die Gleisanlagen, wie sie im Rahmen des Bahnhofsumbaus 1911/14 geschaffen wurden, gibt dieser verzerrte Bahnhofslageplan ( Plan zum vergrössern anklicken ) aus dem Jahre 1933; in der Zwischenzeit erfuhr das Gleisbild keine wesentliche Veränderung. Lediglich die Waggonwerkstatt nördlich der Brückenstraßenüberführung ist bereits nicht mehr vorhanden.

Plan: Slg. Wunsch

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Fast die gesamten Bahnhofsanlagen zeigt rund 20 Jahre später diese Luftbildausnahme: bemerkenswert die Ausmaße der Ortsgüteranlagen links unten, insbesondere angesichts der Tatsache, daß rund 40 Jahre später nichts mehr auf sie hindeutet.

Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

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Eine weitere Luftaufnahme vom Itzehoer Bahnhof, diesmal wohl um 1980 aus Richtung Norden aufgenommen. Das Bw ist fast vollständig verschwunden, man kann die Grundrisse einiger Anlagen jedoch noch erahnen. Die ehemalige Viehrampe rechts im Bild ist an die Wertstofffirma Sanne verpachtet, welche dort Altpapierballen lagert und umschlägt. Das Rampengleis sowie die Gleise der ehemaligen Waschanlage dienen jetzt als Leerwagensammelgleise für den zunehmend größeren Knotenbereich des Bahnhofs Itzehoe; das hierfür in erster Linie vorgehaltene Gleis 9 langt hierfür zumeist längst nicht mehr aus. In der "Klostermarsch" (oben rechts im Bild) haben sich mehrere Gewerbebetriebe (u.a. Verbrauchermarkt Wandmaker, Mühlenbetrieb v. Pein und Holzhandlung Rühmann) angesiedelt. Letztgenannte befand sich auf dem durch Abraum der Bundesbahn (Absturzstelle) Ende der 60`er/Anfang der 70`er aufgefüllten Teil der ursprünglich deutlich tiefer liegenden Teil der Klostemarsch.

Foto: Slg. Dammann

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Ob der erste Bahnhof vor dem Delftor bereits über eine Bahnhofsgastronomie verfügte, ist nicht bekannt. Spätestens in dem im Jahre 1878 fertiggestellten Bahnhofsneubau war jedoch eine solche vorhanden.
In allen mittleren und größeren Bahnhöfen waren ab den 70´er Jahren des 19. Jahrhunderts waren rund 100 Jahre Bahnhofsgaststätten vorhanden. Diese dienten während der Wartezeiten bis zur Abfahrt der Züge, auf Umsteigebahnhöfen aber auch während des oftmals längeren Aufenthaltes, den Reisenden zur Einnahme von Speisen und Getränken. Sie waren - ebenso wie die Wagenklassen – in „Wartesäle I., II. und III. Klasse“, je nachdem mit entsprechend luxuriösem oder einfachem Interieur, eingeteilt.
Erst ab Ende der 70´er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden die inzwischen aus der Mode gekommenen und zunehmend verstaubt wirkenden Bahnhofsgaststätten je nach Lage und Räumlichkeit in andere Gastronomieformen umgestaltet. In Itzehoe entstand so um 1987 die „Gockelerie“ (Pächter Behrens).
Das Foto oben zeigt Pächter Otto Steffens mit Familie und Personal der im Jahre 1919 noch relativ „neue“ Bahnhofsgaststätte, hier hinter dem Tresen im Wartesaal III. Klasse .

Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

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Zu den beschriebenen Bahnhofsgaststätten gehörten zumeist Getränkestände und Kioske auf den Bahnsteigen und/oder auch in der Bahnhofshalle, welche nicht selten den Umsatz der eigentlichen Gaststätte deutlich überstiegen und den Betrieb so am Leben hielten.
In Itzehoe betrieb der Pächter in den 50´er Jahren mobile Verkaufsstände, die vom Personal während des Aufenthaltes der Reisezüge an diesen unter entsprechenden Ausrufen und Anpreisungen an den haltenden Reisezügen entlanggeschoben wurden. Das Warenangebot, mit dem sich die Reisenden über das Zugfenster versorgen konnten, reichte von Süß- und Tabakwaren über Zeitschriften bis zu Obst und Speiseeis.
Das vorstehende Bild zeigt den Kiosk auf dem Hausbahnsteig nördlich des Bahnhofsgebäudes vor 1911; danach diente der Hausbahnsteig nicht mehr dem Personenverkehr.

Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

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Aus dem früheren Wartesaal III. Klasse ist - hier etwa um 1955 - analog zur Reduzierung der Wagenklassen auf nunmehr nur noch die 1. Und die 2. Klasse inzwischen der Wartesaal 2. Klasse geworden.
Es handelte sich hier um den gleisseitigen Gastraum der Bahnhofsgaststätte.
Pächter war zu dieser Zeit ein Justus Lafrenz, ihm folgte später B. Legband.
Die Aufsicht über die „Nebenbetriebe", wie die zur Versorgung der Reisenden dienenden Pachtbetriebe in der Verwaltungssprache der Deutschen Reichs- und späteren Bundesbahn hießen, hatte übrigens der Vorsteher des Bahnhofs, welche sich mancherorts auf den regelmäßigen Genuß eines Glases Freibier nach Dienstschluß beschränkte.

Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

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Seit Einführung der Bahnreform im Jahre 1994 ist der Bereich „Station & Service“ für die Vermietung von Flächen für die Versorgung der Reisenden - nunmehr „Servicebetriebe“ - zuständig. Dort, wo sich früher einmal das triste Schalterfenster der Gepäckabferigung zur Bahnhofshalle öffnete, wurde im Jahre 2008 nunmehr auch in Itzehoe ein von „Station & Service“ zwischenzeitlich vielerorts etablierter „Service-Store“ geschaffen.
Nach dem Umbau des Bahnhofsgebäudes im Jahre 1998 bestand hier zuvor bereits das zur „Gockelerie“ gehörige kleine Stehbistro „Panino“.

Foto Slg. Bauermeister

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Eine vielfache Nutzung hatte der „Lange Jammer“, wie das an der südlichen Bahnhofstraße gelegene Gebäude im innerdienstlichen Bahndeutsch auch hieß, am Ende seiner über hundertjährigen Geschichte hinter sich: Ebenso wie das Empfangsgebäude im Jahre 1878 fertiggestellt, diente es bis zur Inbetriebnahme der „neuen“ Güterabfertigung am Leuenkamp im Jahre 1914 in erster Linie als Güterabfertigung; zeitgleich beherbergte es aber auch die Büros der Bahnmeisterei. Nach Verlagerung von Güterabfertigung und Bahnmeisterei auf die Westseite wurden eine Vielzahl von Übernachtungsräumen für wendende Zugbegleit- und Lokpersonale sowie mehrere Dienstwohnungen (zuletzt U. Moritzen, M. Brandt) geschaffen. Zudem hatte der Bahnpolizeiposten Itzehoe hier seine Diensträume.
Etwa im Jahre 1985 wurde das Gebäude abgebrochen; heute befindet sich hier die Kraftfahrzeugzulassungsstelle des Kreises Steinburg.

Foto Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

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Etwa an der Stelle der heutigen Straßenunterführung "Konsul-Rühmann-Straße" befand sich zuvor die Unterführung der südlichen "Zufuhrstraße" zum Leuenkamp, somit auch zur Güterabfertigung und zur Bahnmeisterei. Unmittelbar südlich des Stellwerks "Is" unterquerte hier eine mit Großgranitpflaster befestigte Straße die fünf Bahnhofsgleise.
Wegen der beidseitigen Steigungen und dem doch recht holperigen Pflaster dieser Zuwegung hatten die Pferde der bahnamtlichen Rollfuhrunternehmer hier immer schon fast die Hälfte ihres Hafers verdient.
Die südliche "Zufuhrstraße" zweigte vor dem alten Güterschuppen, dem späteren Übernachtungsgebäude (siehe voriges Bild, Höhe der Tankstelle) von der Bahnhofstraße ab, welche sich vor der Zuschüttung der Störschleife an der gleichen Stelle Richtung Neustadt (Drehbrücke) wandte.

Foto Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe

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