Der Bahnhof Itzehoe war betrieblich in 5 Stellwerksbezirke aufgeteilt, von denen 4 an der Durchführung von Zugfahrten beteiligt waren. Das südlichste der Itzehoer Stellwerke war das Stellwerk „Ib“ (Itzehoe Brücke). Es handelte sich hierbei um ein elektromechanisches Wärterstellwerk, welches für die Bedienung des Einfahrsignals A, der Brückendeckungssignale sowie natürlich der beiden Klappbrückenelemente zuständig war.
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Stellwerk „Ib", vom nördlichen Störufer aus aufgenommen. |
Foto: Slg Janke
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Die Störklappbrücke von Osten her aufgenommen, zwei diesellokbespannte Reisezüge begegnen sich gerade auf der Brücke. Links das Brückenstellwerk „Ib“. |
Foto: Slg. Ott
| Oben und unten: Bilder von der Störbrücke mit geöffneten Brückenelementen,welche insbesondere aus unmittelbarer Nähe von beeindruckender Höhe waren. |
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Foto´s: Slg. Ott
Beim nächsten Stellwerk innerhalb des Bahnhofs handelte es sich um das mechanische Wärterstellwerk „Is“. Von hier wurden die gesamten Weichen des südlichen Bahnhofskopfes (es gab dort, abgesehen von der Weiche vor der Bahnmeisterei, keine Handweichen !) sowie die Ausfahrsignale P 2, P 4 - P 6 und P 8 bedient, bis zur weichenmäßigen Umgestaltung des Südkopfes auch noch das Ausfahrsignal P 9. Im Bezirk „Is“ waren Ausziehgleise beidseitig der durchgehenden Hauptgleise in Richtung Stör vorhanden. Aus diesem Grunde waren vom Weichenwärter neben der Handlungen im Zusammenhang mit der Durchführungen von Zugfahrten stets auch eine Reihe von begleiteten und unbegleiteten Rangierbewegungen (Weichenwärter war Rangierleiter !) durchzuführen.
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Stellwerk „Is“ von Süden aus gesehen. Eine Dampflok der BR 50 setzt um. |
Foto: Slg. Janke
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Ausfahrt eines Güterzuges in Richtung Süden aus Gleis 8. Schwere dampflokbespannte Güterzüge fuhren in Itzehoe mit „spitzem Druck“ an, d.h. der Kesseldruck war bis eben unter die Höchstgrenze aufgebaut. Trotzdem stand dem Heizer noch ein ordentliches Stück Arbeit bevor, bis der Zug die Steigung der Strecke, die erst in Kremperheide endete, bewältigt hatte. |
Foto: Slg. Ott
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Ein mit einer V 200 bespannter Reisezug (D 820 ?) bei der Einfahrt nach Gleis 3, vom Stellwerk „Is“ aus gesehen. Im Hintergrund die Störwiesen der Klostermarsch, die Störklappbrücke sowie die Anlagen der Alsen´schen Zementfabrik. |
Foto: Slg. Ott
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Dach- und Fensterarbeiten am Stellwerk Is, welches hier vor 1971 aus Richtung Gleiswaage fotografiert wurde. |
Foto: Slg. Ott
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Der Südkopf des Bahnhofs Itzehoe wohl um 1950 aus der Perspektive des Weichenwärters „Is“. Vor der weichen- und fahrstraßenmäßiger Vereinfachung des Gleisbildes waren dort deutlich mehr Kreuzungsweichen und auch Kreuzungen, auf die später ganz verzichtet wurde, vorhanden. Links Bahnmeisterei und Güterabfertigung. |
Foto: Slg. Ott
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... dieselbe Ansicht bei Nacht. |
Foto: Slg. Ott
Die Bereiche, welche aus verschiedensten Perspektiven auf den vorstehenden Bildern dargestellt
sind, "durchfahren" wir in dem nebenstehenden kurzen Film, welcher am 29.08.1990 aus dem Schlusswagen eines aus Elmshorn
kommenden Reisezuges nochmals. |
Film: Slg. Otto
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Zwischen dem Wärterstellwerk „Is“ und dem Fahrdienstleiterstellwerk „It“ (später „If“) war
auch die „Aufsicht“ an der Durchführung von Zugfahrten beteiligt: |
Foto: Slg. Jahnke
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Im Jahre 1957 präsentierten sich die Beamten der erst rund 10 Jahre alten Bundesbahn
auch äußerlich noch als Vertreter der Obrigkeit; die Eisenbahnerunifom hatte durchaus noch etwas Militärisches;
Dienstrang und Laufbahn ihres Trägers waren äußerlich erkennbar. Man beachte Kragenspiegel und "Hirschgeweih"
am Mützenturban von Oberzugführer Schäfer. |
Foto: Slg. Ott
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„Aufsicht Itzehoe" wohl um 1960. Hier liefen in betrieblicher Hinsicht die Fäden zusammen:
Zugaufsicht, Fahrwegprüfung, Dienstmeldung der Zugbegleitpersonale, Schlüsselverwaltung für Gleisanschlüsse, Einlegen von
Sonderzügen, Führen verschiedenster Listen und Nachweise. Hier war auch die Telegraphie / Fernschreibstelle untergebracht. |
Foto: Slg. Ott
Foto: Slg. Wunsch
Foto Slg. Ott
Blick auf die Blockeinrichtung auf Stellwerk „If“. |
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Foto Slg. Ott
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Links: Blick aus der Aussichtskanzel des Stellwerks „It“ Richtung Norden um 1955. |
Foto: Slg. Ott
Sammlung Wunsch
Slg. Nissen
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Die Unterrichtung der benachbarten Bahnhöfe einschließlich der Betriebsstellen der freien Strecke über eine bevorstehende Zugfahrt erfolgt durch Zugmeldungen, die der jeweils ablassende Fahrdienstleiter nach einem festen Wortlaut vorzunehmen hat. Während auf zweigleisigen Strecken hierbei die Abmeldung mit Zugnummer und voraussichtlicher Abfahrzeit genügt, geht dieser auf eingleisigen Strecken (Itzehoe - Wrist !) das sogenannte Anbieten und Annehmen des jeweiligen Zuges voraus. Alle Zugmeldungen waren von beiden beteiligten Fahrdienstleitern in das Zugmeldebuch einzutragen. U.a. durch diese „doppelte Buchführung“ konnten Besonderheiten und Unregelmäßigkeiten bei der Durchführung von Zugfahrten bei Bedarf noch nach Monaten genau rekonstruiert werden. . |
Foto: Slg. Bauermeister
Foto: Slg. Kreis- und Stadtarchiv Itzehoe