In Itzehoe waren - zumindest im Jahre 1955 - drei Personenwagenumläufe mit insgesamt 15 Personenwagen beheimatet, wie nachstehender Auszug aus dem Zugbildungsplan erkennen läßt. Die Zusammensetzung der Personenzüge war im Zugbildungsplan Reihung (ZPCR) der jeweiligen Reichs- bzw. Bundesbahndirektion vorgegeben, während sich Herkunft bzw. Verbleib der Wagenparks aus dem Zugbildungsplan Umläufe (ZPCU) ergab. Bezeichnend für die Zugbildung des Jahres 1955 sind noch die „Donnerbüchsen“ sowie die Behelfspersonenwagen der III. Wagenklasse !

Foto: Slg. Neumann

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Ein typischer lokbespannter Nahverkehrszug Ende der 60´er/Anfang der 70´er Jahre: eine Diesellok der BR V 100 bzw. 211/212 und 4 Wagen der Gattung Byg bzw. Bym. Hier ein abfahrbereiter Zug in Richtung Hamburg auf Gleis 5. Züge dieser Zusammensetzung prägten das Bild in Itzehoe bis in die 90´er Jahre hinein.

Foto: Slg. Butenschön

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Eine wichtige Handreichung vor der Abfahrt: Oberzugführer M. Schade übergibt dem Triebfahrzeugführer den Bremszettel eines Personenzuges. Aus dem Wagenzettel, in den der Zugführer sämtliche im Zugverband laufenden Wagen eingetragen hat, entnimmt er neben anderen Angaben Wagen- und Bremsgewicht und ermittelt hieraus die vorhandenen Bremshundertstel des Zuges einschl. dessen Lokomotiv(en). Die erforderlichen Mindestbremshundertstel sind im Buchfahrplan vorgegeben. Werden diese z.B. wegen ausgeschalteter Bremsen unterschritten, erhält der Lokführer mittels schriftlichem Befehl die Weisung zur Verringerung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.

Foto: Slg. Ott

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Einen Eindruck von der Zusammensetzung insbesondere von Eilzügen mag dieses Bild aus dem Jahre 1968 vermitteln: ein buntes Gemisch aus 4üm-, 4üe-, ym- und yg-Wagen, Hechtwagen und ersten „Silberlingen“ bildet den Wagenpark dieses Eilzuges nach Westerland, „Corporate design“ war eben noch nicht erfunden.

Die Hauptlast der Zugförderung bei diesen Zügen lag noch bei den (ölgefeuerten) BR 01 des Bw Hamburg-Altona.

Zugbegleitpersonale stellten fast ausnahmslos die Bahnhöfe Itzehoe, Heide (Holst.) und Husum.

Foto: Slg. Butenschön

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Rund 26 Jahre später sahen Eilzüge auf der Marschbahn dann so aus, wie dieser im Jahre 1994 auf der Fahrt von Westerland nach Hamburg-Altona: einheitliche Bildung zumeist aus „Silberlingen“, Zugloks 1 oder 2 x BR 218 – hier offenbar mit Leervorspann -.

Foto: Slg. Butenschön

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Eine Besonderheit stellte im Jahre 1969 ein Triebwagen der BR VT 12 dar, welcher nur an Freitagen um die Mittagszeit von Hamburg kam bzw. wieder dorthin zurückfuhr. Bis auf dieses kurze Gastspiel war dieser ansonsten weit verbreitete Dieseltriebwagen auf der Marschbahn – und damit in Itzehoe – nicht zu sehen.

Foto: Slg. Butenschön

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Vor Inbetriebnahme der elektrischen Zugvorheizanlage (Gleise 2, 5, 33 und 34) wurden die Wagenparks der in Itzehoe beginnenden Züge überwiegend auf den Gleisen 46, 46a und 47 (ehemalige Viehrampe/Wagenwäsche) mit Dampf vorgeheizt. Dies geschah überwiegend durch eine Lok der BR 50, zeitweise aber auch durch eine Diesellok der BR V 100/212.

Hier ein aus Wagen der Bauarten Byg und Bym gebildeter Park, wohl 1968. Das Entkuppeln von Dampfheizkupplungen war übrigens eine unfallträchtige Tätigkeit, welche häufig zu nicht unerheblichen Verbrühungen bei den ausführenden Mitarbeitern führte.

Foto: Slg. Butenschön

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Nach Ausdünnung bzw. Entfall der lokbespannten Züge auf den Strecken Itzehoe – Wrist und Itzehoe – Brundsbüttel(koog) versahen Dieseltriebwagen der Bauart VT 95/795 lange Zeit den Dienst auf diesen Strecken. Im Schüler- und Berufsverkehr wurden auch 2 dieser jeweils dreiteiligen Einheiten zusammengekuppelt.

Selbstverständlich wurde auch Gepäck- und Expressgut in den Triebwagen befördert; insbesondere von und nach Brunsbüttel bestand nicht unerhebliches Aufkommen.

Beheimatet waren die Triebwagen allerdings nie in Itzehoe, sondern in Husum.

Hier fährt im Jahre 1970 gerade ein „Trolly“ Richtung Wrist; die Aufnahme erfolgte von der Straßenbrücke „Brückenstraße“ aus in Richtung Norden.

Foto: Slg. Butenschön

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Mit Inbetriebnahme der Oberleitung im Jahre 1998 bekam der Bahnhof Itzehoe kurzzeitig noch einmal Bedeutung für die Bespannung von Intercityzügen: der Wechsel der Traktionsart wurde von El auf Diesel bzw. umgekehrt wurde von Hamburg hierher verlagert. Eine Vielzahl abgestellter Diesel- und E-Loks dominierte vorübergehend das Bahnhofsbild.

Foto: Slg. Bauermeister

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Heute bestimmen Züge (oben links) und Triebwagen (oben rechts) der „Nord-Ostsee-Bahn (NOB)“ das Bild der Nahverkehrszüge in Itzehoe mit. Im Zuge der Vergabe der Regionalverkehrsleistungen durch das Land Schleswig-Holstein hat die Deutsche Bahn ihr Monopol auch auf der Marschbahn nicht halten können: von Itzehoe nach Westerland (Sylt) kommt man im Jahre 2008 nur noch mit der NOB !

Fotos: Slg. Butenschön

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